Bewertung eines dritten SARS-CoV-2-mRNA-Impfstoffs bei mit Anti-CD20 behandelten Patienten

In einer kürzlich veröffentlichten Studie medRxiv* Preprint-Server, Forscher bewerteten die Wirksamkeit einer dritten Dosis des Impfstoffs gegen die Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) bei mit Anti-CD20-Antikörpern behandelten Personen.

Studien: Vielversprechende Wirksamkeit nach einer dritten Dosis der mRNA-SARS-CoV-2-Impfung bei Patienten, die mit Anti-CD20-Antikörpern behandelt wurden und bei denen die 2-Dosen-Impfung fehlgeschlagen ist. Bildnachweis: No-Mad / Shutterstock

Hintergrund

Es wurde berichtet, dass Anti-CD20-Antikörper mit exprimiertem CD20 auf malignen sowie normalen B-Zellen reagieren. Verschiedene Studien haben jedoch festgestellt, dass Patienten, die in der Vorgeschichte mit Anti-CD20-Antikörpern behandelt wurden, auf zwei Dosen der Messenger-RNA (mRNA)-Impfung gegen das schwere akute respiratorische Syndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) nur schwach ansprachen.

Über das Studium

In der vorliegenden Studie untersuchten die Forscher die Wirksamkeit der dritten Dosis der mRNA-SARS-CoV-2-Impfung bei mit Anti-CD20-Antikörpern behandelten Patienten, die keine ausreichende Reaktion auf die Zwei-Dosen-Impfung zeigten.

Insgesamt wurden 22 Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 74 Jahren, die nach der zweiten Impfung keine Serokonversion zeigten, in diese Studie eingeschlossen. Alle Patienten erhielten etwa 18,5 Monate nach Erhalt der letzten Dosis der Anti-CD20-Antikörperbehandlung eine dritte Impfdosis entweder mit dem BNT162b2- oder dem mRNA-1273-mRNA-Impfstoff.

Bei den Patienten umfassten die Diagnosen diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom, follikuläres Lymphom, lymphoplasmatisches Lymphom und Mantelzell-Lymphom. Es wurde festgestellt, dass keiner der Patienten nach der letzten Dosis von Anti-CD20-Antikörpern eine Chemotherapie erhalten hatte.

Das Team schätzte die SARS-CoV-2 Spike 1 (S1)-Antikörpertiter mit einem COVID-19-Human-Immunglobulin-M (IgM)-IgG-ELISA-Kit (Enzyme-Linked Immunosorbent Assay) etwa 14 Tage nach Verabreichung der dritten Impfstoffdosis. Darüber hinaus wurde die Fähigkeit von Surrogat-Biomarkern zur Produktion von Antikörpern untersucht.

Ergebnisse

Die Studienergebnisse zeigten, dass 50 % der Teilnehmer nach Verabreichung der dritten SARS-CoV-2-mRNA-Dosis eine Serokonversion zeigten. Darüber hinaus zeigte keiner der Patienten, die ihre dritte Impfdosis innerhalb eines Jahres nach Erhalt der letzten Behandlung mit Anti-CD20-Antikörpern erhalten hatten, einen Anstieg des S1-Antikörpertiters. Andererseits zeigten 69 % der Patienten, die ihre dritte Impfung mehr als ein Jahr nach Erhalt ihrer letzten Anti-CD20-Antikörpertherapie erhielten, eine Serokonversion. Auch wurde kein Zusammenhang zwischen dem Anteil an peripheren Blut-B-Zellen oder CD19-positiven Zellen und dem S1-Antikörpertiter gefunden.

Das Team stellte außerdem fest, dass bei Patienten innerhalb eines Jahres seit der letzten Dosis von Anti-CD20-Antikörpern keine Serokonversion beobachtet wurde. Darüber hinaus zeigten 30 % der Patienten auch mehr als ein Jahr nach Verabreichung der letzten Anti-CD20-Antikörperdosis keine Serokonversion.

Auch die Serokonversionsrate zeigte mit fortschreitenden Jahren nach der letzten Dosis der Anti-CD20-Therapie keinen Anstieg.

Insgesamt ergab die Studie, dass die dritte Dosis des SARS-CoV-2-mRNA-Impfstoffs die Serokonversionsrate bei Patienten, die mit einer Anti-CD20-Therapie behandelt wurden, wirksam erhöhte.

* Wichtiger Hinweis

medRxiv veröffentlicht vorläufige wissenschaftliche Berichte, die nicht von Experten begutachtet wurden und daher nicht als schlüssig angesehen werden sollten, die klinische Praxis / gesundheitsbezogenes Verhalten leiten oder als etablierte Informationen behandelt werden sollten.

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